Teil- oder Vollkasko?

Es gibt keine einfach Grundregel für Teil- und Vollkasko – hiermit tun sich auch ausgebildete Versicherungsberater immer schwer, selbst dann, wenn sie gerade nicht an ihre Provision denken.

Der Versuch einer Faustregel ist der: Wenn Du deinen Wagen morgen vor einen Baum fährst – könntest Du Dir dann einen neuen Leisten? Falls nicht, solltest Du eine Vollkasko haben – denn die zahlt ja auch für die selbst verschuldeten Schäden, solange sie nicht grob fahrlässig verursacht werden. Die Teilkasko deckt dies nicht – die deckt äußere Einflüsse wie etwa Hagel oder eben klassisch Diebstahl.

Die Regel ist wie die meisten Faustregeln nur begrenzt brauchbar, gibt aber für die Frage nach Teil- oder Vollkasko einen guten Hinweis.

Vollkasko ist teurer – lohnt sich aber, wenn man wirklich etwas abzusichern hat.

Was kaum einer weiß: Vollkasko muss nicht immer teuer sein.

Ein Beispiel: Die Teilkasko gibt es nur auf 100% – SF-Klassen gibt es hier im Regelfalle nicht. Kostet die Teilkasko also 300€, so zahle ich 300€. Habe ich beispielsweise einen Schadensfreiheitsrabatt von 50% erworben und die Vollkasko für das Auto kostet 500€, so zahle ich für die Vollkasko nur 250€, bin aber weit umfassender gedeckt, da die Vollkasko die Teilkasko ja immer beinhaltet.

Vergleichen lohnt sich hier also doppelt und dreifach!

Du hast noch keine SF-Klasse für die Vollkasko? Wenn Du zum ersten Mal eine abschließen willst, gilt hier im Normalfall die Schadensfreiheitsklasse Deiner KFZ-Haftpflicht – saugut, denn schneller kann man an einen solchen Rabatt nicht kommen.